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Home Staging

Home Staging - Makeover für Ihre Immobilie

Wie überall zählt auch bei dem Verkauf einer Immobilie der erste Eindruck. Deshalb sollten Sie bei einer Hausbesichtigung alles möglichst in das richtige Licht rücken. Am besten gelingen kann Ihnen das mit dem sogenannten Home Staging.

Doch was verbirgt sich dahinter? Wir erklären es Ihnen, und geben Ihnen Tipps, wie Sie mit ein paar einfachen Handgriffen bei Ihren potentiellen Verkäufern richtig Eindruck erzielen können.

Darum sollten Sie ihre Immobilie schick machen!

Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor einem Spiegel und betrachten sich selbst. Nun entfernen Sie gedanklich alle Eigenschaften und Merkmale, von denen Sie selbst behaupten würden, dass diese Sie besonders auszeichnen. Neben Dingen wie Emotionen und Ihrer Leidenschaft fallen womöglich auch andere Sachen, wie zum Beispiel Kreativität, Humor, Strebsamkeit, analytisches Denken und Ihre Hilfsbereitschaft weg. Was bleibt übrig? Richtig: eine Hülle. Eine Hülle, die Ihnen nicht im geringsten ähnelt und die aus Sicht Ihrer Mitmenschen nicht dem Bild entspricht, welches sie kennen und lieben gelernt haben.

Bei Immobilien gilt das gleiche Prinzip. Was wäre wohl Ihr allerliebster Raum ohne die Dinge, die ihn so einzigartig machen, ohne die Möbel, Farben und Dekoration? Was passiert, wenn jemand umzieht und sein Hab und Gut mit sich nimmt? In beiden Fällen bleibt eine Hülle zurück aus kalten Wänden und leeren Räumen. Um aber möglichen Kaufinteressenten die Freude am Einzug nicht zu nehmen, gilt es, diese Hülle bereits vor der ersten Besichtigung mit neuem Leben zu füllen. Genau hier beginnt das Home Staging.  

Was ist Home Staging?

Unter dem Begriff Home Staging (oder auch Homestaging geschrieben) wird im allgemeinen die Kunst bezeichnet, eine Immobilie mit möglichst großem Effekt so zu inszenieren und hervorzuheben, dass das Kaufinteresse gesteigert wird. Der Zusammenschluss aus dem englischen Wort „Home“ (Zuhause) und dem Wort „Staging“ (Inszenierung/Aufführung, abgeleitet von dem Wort „Stage“ - die Bühne) beschreibt in seinen Grundlagen nichts anderes als die Aufbereitung und Umgestaltung von meist leerstehenden, teils noch bewohnten, Immobilien.

Mit einfachen Mitteln und kleinen Details entwickelte 1972 Barbara Schwarz als erste Amerikanerin die Idee, ihre Immobilien ähnlich der Theaterbühne in Szene zu setzen. Potentielle Käufer sollen so in die Lage versetzt werden, sich selbst in diesen Räumlichkeiten wohnend vorzustellen, mit Erfolg. Heute boomt das Geschäft des Home Staging. Zwischen zehn bis zwanzig Sekunden braucht der Mensch, um zu entscheiden, ob er sich für ein Objekt interessiert, sagt die Geschäftsführerin der Hamburger Agentur „Home-Staging von Beckerath“ Madeleine von Beckerath. Ein sauberes, gepflegtes und geschmackvoll eingerichtetes Haus lädt schließlich eher zum Bleiben ein, als leere oder zugestellte Räume.

Die Bedeutung von Home Staging lässt sich auf mehreren Ebenen erläutern. Zum einen ist es natürlich wichtig, die zu verkaufende Ware, in diesem Fall Immobilien, stets (hier buchstäblich) im besten Licht zu präsentieren. Darüber hinaus vermag Home Staging zu zeigen, welches Potential in vielen Immobilien steckt, welche vielleicht aufgrund der Umgebung oder wegen anderen Faktoren vorschnell abgeschrieben wurden.

Mehr Wohnlichkeit für den schnelleren Verkaufserfolg

Ein mit Home Staging verändertes Innenleben erschafft oft ein ganz neues Gefühl von Zugehörigkeit und eine neue Atmosphäre. Die wohl größte Bedeutung von Home Staging ist aber jene, dass es sowohl dem Verkäufer als auch dem Käufer zugutekommt. Home Staging verhilft beiden Parteien schneller zum Ziel. Der Käufer kann sich dank der Visualisierung einer möglichen Einrichtung schneller mit der Immobilie identifizieren und sieht gegebenenfalls über kleinere Nachteile hinweg. Der Verkäufer erspart sich mehrere Besichtigungstermine und verkauft das Objekt schneller, im besten Fall im oberen Bereich der Preisspanne, was wiederum ebenfalls dem Makler zugute kommt.

Die DGHR (Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign) hat zum Beispiel im Jahr 2016 anhand einer Befragung ihrer Mitglieder und aus einer Analyse von 527 Immobilientransaktionen folgendes herausgefunden:

  • der Angebotspreis, in dem das Home Staging bereits eingerechnet war, wurde in 42% der Fälle beim Verkaufsabschluss erreicht
  • bei fast einem Viertel wurde der Angebotspreis sogar übertroffen
  • bei 40,2% aller besonders erfolgreichen Verkaufsfälle lag das Plus zwischen 5% und 10% über dem Angebotspreis
  • bei beinahe jedem fünften aller besonders erfolgreichen Verkaufsfälle lag das Plus bei mehr als 15%
  • nicht mehr als 12 Wochen dauerte es, bis ca. 85% aller Home Staging Objekte verkauft wurden

Home Staging DIY – so geht´s

Um aus einem tristen Raum eine klassische „Wow! Hier möchte ich wohnen“- Landschaft zu machen, gibt es verschiedene Möglichkeiten und Verfahrenstechniken, die im Bereich des Home Staging angewandt werden.

Zunächst wird die Immobilie von allen alten Gegenständen befreit, die dem Eindruck eines hochwertigen und neuen, neutralen Aussehen entgegen stehen. Persönliche Gegenstände der aktuellen Bewohner, wenn vorhanden, werden demnach von den Home Staging Mitarbeitern gesondert gelagert und aus dem Sichtfeld geräumt. Die potentiellen Käufer sollen die Immobilie schließlich als ihre eigene und nicht als die von anderen betrachten.

Durch den Einsatz von zeitgenössischen Möbeln, neuen Farben und kleinen Accessoires bzw. Dekorationen wird die Immobilie Stück für Stück aufgewertet und so für das Publikum der Besichtigung inszeniert. Ganz wichtig dabei ist die Sauberkeit aller Räume, besonders der Sanitäranlagen. Vor jedem Besichtigungstag wird alles auf Sauberkeit kontrolliert.

Passende Inneneinrichtung besorgen

Beim Home Staging stellt sich natürlich auch die Frage, woher die benötigten Möbel kommen. Sie stammen meist aus Verleihfirmen, wie sie auch die Filmbranche nutzt, und teilweise auch aus Einrichtungshäusern. Aber auch Antiquitätenläden oder Gärtnereien, deren Pflanzen geleast werden können, zählen zu den „Must-Haves“ die ein Home Stager in seinen Kontakten gespeichert haben sollte.

Natürlich kann Home Staging auch aus eigener Hand und ohne eine Agentur durchgeführt werden – sowohl im Privat-Bereich als auch im Unternehmenskontext. Im Zuge dessen bietet die DGHR bereits seit 2011 Home Staging Kurse an, um Maklern und Freelancern die Möglichkeit zu geben, sich im Thema Home Staging aus- und weiterzubilden. Verschiedene Praktika und Workshops zum Thema ergänzen das Angebot während der Ausbildung. Nähere Informationen zu diesen Angeboten erhalten Sie auf der Seite der DGHR „Wie werde ich zum Home Stager?“.

8 Home Staging Tipps – das sollten Sie beachten!

Wollen Sie sich nicht gleich an eine professionelle Agentur wenden, sondern sich erstmal selbst ein wenig ausprobieren, haben wir hier acht Tipps, worauf Sie achten müssen.

Tipp 1)

Home Staging wirkt im ersten Moment sehr auf visuelle Reize fixiert. Doch nicht nur das Optische zählt, sondern auch die Atmosphäre, welche zum Beispiel auch durch Gerüche geschaffen wird. Frisch gekochter Kaffee oder ein Kuchen aus dem Ofen, dessen Duft die Räume durchwandert, lässt Käuferherzen höher schlagen.

Tipp 2)

Keine Kaffeemaschine parat? Kein Problem, begrüßen Sie Ihre Interessenten mit Musik. Sie schafft eine lockere Atmosphäre und verleiht den Räumen Leben.

Tipp 3)

Der erste Eindruck zählt. Wieso also nicht eine „Willkommen“-Matte vor die Eingangstür legen?

Tipp 4)

Spiegel und Stehlampen erzeugen helle und große Räume, wenn sie am richtigen Ort platziert werden. Zeigen Sie Ihren Interessenten die Freiheit und Vielfalt an Möglichkeiten, welche die Immobilie bietet.

Tipp 5)

Tische und Essecken in Szene setzen, als würde jeden Moment die Familie oder Freunde zum Essen erscheinen. Erwecken Sie das Gefühl von Geselligkeit und Wohlbefinden.

Tipp 6)

Setzen Sie weiße Akzente im Bad. Egal ob Handtuch, Duschvorhang oder Badematte. Weiß steht für Reinheit und Ordnung und lässt zudem den Raum heller wirken.

Tipp 7)

Machen Sie Ordnung! Präsentieren Sie Ihren potentiellen Käufern ein sauberes Haus. Das bedeutet nicht nur, dass sie vorher putzen sollen, sondern am besten alles Wegräumen, was nicht unbedingt für die Inszenierung gebraucht wird. Dazu gehören auch Bilder und persönliche Andenken.

Tipp 8)

Schaffen Sie Platz! Bringen Sie gerade in kleineren Räumen nicht benötigte Möbel nach draußen. Vollgestellte Räume wirken einengend und nicht besonders verkaufsfördernd.

Home Staging Nachteile

Natürlich gibt es auch beim Home Staging Nachteile, die wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Im Gegenteil, wer Homestaging als wertsteigernde Methode beim Verkauf einsetzen möchte, dem sollten einige Dinge bewusst sein. 

Zum einen sollten Sie den Aufwand nicht unterschätzen, der dahinter steckt. Schließlich müssen Sie die Räumlichkeiten ausräumen, neue Möbel und Pflanzen organisieren, alles stilvoll drapieren und das Ergebnis dann regelmäßig auf Sauberkeit überprüfen. Mit einem großen Team sind diese Dinge oft schnell erledigt – als Ein-Mann Unternehmen aber kaum zu bewältigen.

Ein weiterer Nachteil, der in Verbindung mit dem Aufwand steht, sind die Kosten. Sie sollten stets bedenken, dass das Home Staging Ihnen helfen soll ein Plus zu erzielen. Sie wollen nicht mehr ausgeben, als Sie bei einem möglichen Verkauf einnehmen. Kalkulieren Sie daher gut im Voraus.

Ihnen sollte auch bewusst sein, dass Sie dem Interessenten realistisch betrachtet eine falsche Darstellung, also eine veränderte Realität, präsentieren. Obwohl das Objekt durch Homestaging aufgebessert wird, sollten Sie die Macken und Problemzonen offen darlegen. Andernfalls kann es zur Klage nach Vertragsabschluss kommen.

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