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Wertgutachten Kosten

Was kostet ein Wertgutachten für ein Haus?

Um den Verkehrswert Ihres Hauses ermitteln zu lassen, bietet sich ein Wertgutachten bei einem kompetenten Sachverständigen an. Insbesondere, wenn zum Beispiel Streitigkeiten über den Wert einer Immobilie bestehen und eine gerichtstaugliche Wertberechnung notwendig ist, kann ein professionelle und ausführliche Wertbestimmung sogar erforderlich sein.

Was für Kosten für ein Wertgutachten entstehen, welche Faktoren den Preis beeinflussen und was es für Preisunterschiede je nach Verfahren gibt, erläutern wir im Folgenden.

Gibt es Wertgutachten kostenlos?

Wertgutachten zeichnen sich dadurch aus, dass sie objektiv von einem Außenstehenden mit besonderem Fachwissen auf Grundlage seiner Einschätzung und seiner Marktkenntnis angefertigt werden. Dafür ist ein Besichtigungstermin des Hauses sowie mehrere Wochen Zeit für Berechnungen und Dokumentationen notwendig. Die Ausführlichkeit, Detailliertheit und Markteinschätzung auf Grundlage der langjährigen Erfahrung des Gutachters sind es, was das Wertgutachten zur genauesten Wertberechnungsmethode macht. Nur die individuelle Beurteilung jedes Objekts führt zu genauen Ergebnissen. Beschreibungen sowie Fotos helfen, dass auch Sachunkundige das Berechnungsverfahren nachvollziehen können und der Nachweis des Verkehrswerts so als verlässlich und glaubhaft gelten kann.

Doch das alles braucht viel Zeit und Aufwand. Deshalb kann so ein Gutachten durchaus kostspielig sein. Kosten, die Sie unter Umständen aber auch wieder einsparen, wenn sie einen Vermögensschaden verhindern können, der durch Verkauf des Objekts unter Wert entstanden wäre.

Es gibt auch kostenlose Wertermittlungsverfahren, diese sind jedoch immer mit Vorsicht zu genießen. Es handelt sich dabei nämlich nicht um Wertgutachten im eigentlichen Sinne, sondern grobe Wertberechnungen auf der Grundlage von wenigen Unterlagen. Letztlich ist der Ergebnis meist nicht so genau, da das Objekt nur grob betrachtet wurde und entscheidende wertrelevante Details fehlen. Sollten sie also einen möglichst genauen, zuverlässigen und realistischen Wert benötigen, kann Ihnen meist nur ein professionell angefertigtes Wertgutachten weiterhelfen.

Welche Faktoren beeinflussen die Kosten eines Wertgutachtens?

Die Kosten für das Gutachten ergeben sich hauptsächlich aus dem Aufwand und somit der Zeit, die der Gutachter in die Anfertigung  steckt. Dies beinhaltet Recherche, Besichtigung der zu bewertenden Immobilie, Berechnungen, und bildliche sowie schriftliche Beschreibung und Dokumentation des Objekts. Dafür sind viele Unterlagen, Informationen und Auskünfte, teilweise auch von Ämtern, notwendig. Unter Umständen müssen auch Experten aus anderen Bereichen hinzugezogen werden. Der Umfang und Schwierigkeitsgrad dieser Maßnahmen wirkt sich letztlich auf die Höhe des Honorars aus.

Diese Faktoren können die Kosten beeinflussen:  
Höhe des zu erwartenden Verkehrswerts der Immobilie Je teurer das Haus, desto teurer das Wertgutachten.
Zustand, der Art und Lage der Immobilie Beispielsweise: Größe, Komplexität oder Sanierungsbedarf des Gebäudes.Die Bewertung eines Hotels ist schwieriger als die Bewertung einer Eigentumswohnung.
Informationsbeschaffung Je aufwändiger, desto teurer. Viele Informationen müssen zum Beispiel bei Fällen von Erbbaurecht oder Rechten Dritter eingeholt werden.
Art und dem Umfang des Wertgutachtens Ein Vollgutachten kostet mehr als ein Kurzgutachten.
hinderliche Umstände Zum Beispiel bei fehlenden Baugenehmigungen oder fehlenden Grundbucheintragungen, von beispielsweise Anbauten.

Das Honorar für ein Wertgutachten wird also hauptsächlich dann in die Höhe getrieben, wenn der Sachverständige mehr Aufwand betreiben muss, zum Beispiel durch langes Einlesen und Einarbeiten. Sprich, je unübersichtlicher und komplexer die jeweiligen Umstände sind, die mit der Immobilie in Verbindung stehen, desto länger braucht der Sachverständige und desto teurer wird es.

Praxiswissen-Tipp

Kümmern Sie sich vorher darum, dass möglichst alle Unterlagen beisammen sind und der Sachverständige nicht selbst zum Amt muss! Klären sie verworrene Situationen, zum Beispiel in Bezug auf Mietverhältnisse, Wohnrechte, etc., vorher selbst!

Was kostet ein Wertgutachten?

Seit Abschaffung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, der HOAI, im Jahr 2009, gibt es keine gesetzliche Grundlage mehr, anhand der die Kosten für ein Wertgutachten festgelegt werden könnten. Bisher hat sich auch keine einheitliche Preisnorm herausgebildet. Die Kosten sind somit zwischen Auftragnehmer und -geber frei und individuell verhandelbar.

Dies spiegelt sich in den Preisspannen wider, die für Wertgutachten beobachtet werden können:

Verkehrswert der Immobilie bis Honorar
250.000 € 1.200 - 1.800 €
350.000 € 1.400 - 1.700 €
400.000 € 1.500 - 2.000 €
500.000 € 1.900 - 2.300 €
750.000 € 2.000 - 2.600 €
1.000.000 € 2.300 – 3.000 €

[Werte beziehen sich auf Komplettgutachten]

Hinzu kommen neben der gesetzlichen Mehrwertsteuer, noch Sonderleistungen für Mehraufwand, wie oben beschrieben. Die angegebenen Honorarkosten können demnach noch wesentlich stärker variieren, als in der Tabelle angegeben. Die Werte geben also nur einen Richtwert an – nach oben ist die Preistabelle offen.

Zu erwähnen ist zudem noch, dass sich die Kosten immer auf Basis des voraussichtlichen Verkehrswerts der Immobilie berechnen. Erfolgen also Wertminderungen im Laufe der Bewertung des Objekts, durch Abschläge, beispielsweise bei Reparatureinflüssen, Erschließungsproblemen oder Instandsetzungseinflüssen, dann wird das Honorar trotzdem auf Grundlage des ungekürzten Werts bemessen.

Freie Preisverhandlung bedeutet übrigens auch, dass verschiedene Methoden zur Honorarberechnung vereinbart werden können: zum Beispiel Abrechnung nach Stundensatz, eine Provisionsvereinbarung oder ein Pauschalhonorar.

Praxiswissen-Tipp

Holen Sie unbedingt verschiedene Angebote ein, aber achten Sie stets darauf, dass der Leistungsumfang vergleichbar ist!

Es geht auch günstiger – Kurzgutachten erstellen lassen!

Je nach Ausführlichkeit der Wertermittlung, bemessen sich auch dessen Kosten. Ein Vollgutachten umfasst in der Regel 20 – 30 Seiten. Es gibt allerdings auch die Alternative des Kurzgutachtens, bei der in wenigen Seiten das Wesentliche zur Verkehrswertberechnung kompakt dargestellt wird. Das senkt die Kosten natürlich erheblich. Ein Kurzgutachten eines Gutachters können Sie so schon ab 500 € erwerben. Nichtsdestotrotz sind die Kosten auch hier abhängig von den verschiedenen Faktoren. Zumindest einige hundert Euro, können Sie sich voraussichtlich trotzdem einsparen.

Welche Variante wann nutzen?

Die Entscheidung, welche Variante Sie wählen, sollte mit Bedacht getroffen werden, denn ein Kurzgutachten ist weder als Beweismittel vor Gericht zugelassen, noch dient es als Nachweis vor Behörden, wie dem Finanzamt oder Banken. Klären Sie also vorher, für was genau das Wertgutachten benötigt wird. Bei einem bloßen Verkauf, bei dem sich alle Eigentümer darüber einig sind, reicht zum Beispiel ein Kurzgutachten aus. Eventuell brauchen Sie ja auch nur eine kurze Stellungnahme eines Sachverständigen darüber, ob ihr Preis den üblichen Marktbedingungen entspricht. Auch das senkt die Kosten.

Ein vollwertiges Wertgutachten, das rechtliche Qualität hat, sollte zum Beispiel dann gewählt werden wenn Streitigkeiten um den Verkehrswert bestehen und gerichtliche Auseinandersetzungen bevorstehen. Achten Sie dann darauf, auch einen freien, öffentlich bestellten und vereidigten Gutachter zu beauftragen, damit das Gutachten auch vor Gericht zulässig ist.

Kosten für ein Wertgutachten - Fazit

Verlassen Sie sich nicht zu sehr auf kostenlose Wertermittlungsverfahren. Deren Ergebnisse können einen Anhaltspunkt liefern, aber ersetzen unter keinen Umständen ein vollwertiges Wertgutachten. Wenn Sie eine Verkehrswerteinschätzung benötigen, die nicht nur Verkäufer und Käufer, sondern auch Banken, Ämter und Gerichte von der Richtigkeit ihrer Angaben überzeugen soll, dann geben Sie auf jeden Fall ein Komplettgutachten in Auftrag. Ein Vollgutachten nachzufordern, weil das vorher erstellte Gutachten in seiner rechtlichen Qualität doch nicht ausreicht, wird letztendlich viel teurer.

Unter Umständen kann Ihnen das Komplettgutachten, trotz hohen Honorars, auch viel Geld sparen, indem sie einem Vermögensschaden vorbeugen. Um die Kosten für das Wertgutachten selbst trotzdem möglichst gering zu halten, achten Sie darauf klare Honorarvereinbarungen zu treffen und, dass  der Gutachter nicht erst unzählige Unterlagen beschaffen muss. Immerhin kennen Sie selbst die Umstände ihrer Immobilie sowieso am besten.

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